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Glück im Gehirn
Blockaden des Glücks: Depressionen, Burnout
Psychiater und Psychologen haben kaum noch Termine frei. Was ist eigentlich los? Depressionen und Burn-out-Syndrome werden immer häufiger. Besonders schlimm ist es bei Depressionen. Sie gilt als die häufigste Erkrankung des Gehirns – mit schlimmen Auswirkungen auf die Seele. In Deutschland durchleben etwa 20 Prozent aller Menschen im Verlauf ihres Lebens eine Depression. Doch die an Depressionen leidenden Patienten werden immer jünger und selbst wenn die Krankheit erkannt wird, bleibt die Hälfte davon unbehandelt. Und so nimmt es nicht Wunder, dass 10 bis 15 Prozent der an Depression erkrankten Menschen einen Suizidversuch – leider allzu oft erfolgreich – unternehmen.
Der heilende Weg zum Glück
Doch nun zur guten Nachricht, denn schließlich lesen Sie die Rubrik über Glück. Die Notwendigkeit, den Menschen zu helfen, die in ihrem Leben kein Glück empfinden können, nötigte die Medizin, sich intensiver mit dem Gehirn des Menschen zu befassen. Die Ergebnisse sind hoffnungsvoll. Man weiß, was eine Depression im Gehirn bewirkt. Umgekehrt hat man aber auch erforscht, was im Gehirn geschieht, wenn der Mensch glücklich ist. Und so arbeiten heute Psychiater medikamentös und Psychologen therapeutisch daran, die Menschen aus dem Unglücklich-Sein wieder zum Erleben von Glück zurückzuführen.
Glück entsteht durch Biochemie in unserem Kopf
Glück findet im Kopf statt und ist weit weniger von äußeren Umständen abhängig, als man zunächst glaubte. Biochemische Forschungen zeigen, dass das Glücksgefühl aus einem chemischen Prozess im Gehirn resultiert. Moleküle, unter anderem Endorphine, werden durch spezifische Reize ausgeschüttet, von Rezeptoren aufgenommen und lösen Glücksgefühle aus. Doch leider hält die Wirkung nicht lange vor. Schon nach fünf Minuten ist das Glücksgefühl nur noch halb so intensiv. Deshalb sagt man auch: „Das Glück ist flüchtig.“
Das gilt aber auch für andere Emotionen, wie etwa Trauer. Hat man sich erst einmal richtig ausgeweint, so versucht die Sonne wieder im Gemüt Einzug zu halten. Auch das Gefühl der Angst, so groß sie sein mag, verflüchtigt sich mit der Zeit. Welch ein Glück! Das Gehirn ist bemüht, möglichst schnell wieder Normalität herzustellen.
Glück durch Erfolg und Kompetenz
Der Mensch kann Momente des Glücks auch bei Tätigkeiten empfinden, die hohe Konzentration erfordern, auch bei Tätigkeiten, die ihm das Gefühl geben, er habe die Situation im Griff, was seine Kompetenz bestätigt. Es geht somit um Verrichtungen oder Tätigkeiten, die er gut beherrscht und gerne ausübt. Voraussetzung Glück zu empfinden und das Glück auch wirklich genießen zu können, ist aber die geistige Gesundheit. Der Stoffwechsel im Gehirn muss sich im biochemischen Gleichgewicht befinden. Bei einer Depression oder ähnlichen Stoffwechselstörungen ist dies aber nicht gegeben.
Jedes Individuum erlebt eine andere Wirklichkeit durch die Art seiner Gedanken. Somit ist Glück nicht nur eine Empfindung, sondern auch eine aktive Entscheidung. Jeder Mensch hat durchaus die Möglichkeit, sich „glücklich zu denken“, was der Wirksamkeit des positiven Denkens mehr Glaubwürdigkeit verleiht. Umstände, auf die wir nicht einwirken können und die dennoch zu einem günstigen Ergebnis führen, sind Glück. Und natürlich kann dieses Glück auch Glücksgefühle auslösen.
Die Bereitschaft zum Glück
Um echtes Glück empfinden zu können, muss der Glückliche bereit sein, das, was ihm widerfährt, als Glück zu interpretieren. Das beste Rezept, um glücklich zu sein ist also, den Ereignissen möglichst oft nur die positiven Seiten abzugewinnen. Tun Sie das!
Glück321 02.06.2011, 12.35
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Das Glück
"Glück ist wie ein kleiner, lebhafter Hund, der mit dem Schwanz wedelt.
Glück kann aber auch sein, einen kleinen, traurigen Hund zu streicheln, so dass er anfängt, mit dem Schwanz zu wedeln!"
Willy Breinholst








