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Glück und Glückskinder
Glück oder Pech im Dauer-Abo
Es scheint Menschen zu geben, die ständig Glück haben und tatsächlich auch glücklich sind. Andererseits gibt es Menschen, die sich vom Pech oder vom Unglück regelrecht verfolgt fühlen. Die einen gehen spazieren, finden auf dem Gehweg ein blitzeblankes 1-Cent-Stück und heben es auf. Ist zwar kein Vermögen, aber dennoch … ein strahlend blankes Geldstück. Das sind die Glückskinder. Andere Menschen gehen spazieren, sind unvorsichtig und verlieren ihre Geldbörse. Es waren zwar keine Geld- oder Kreditkarte darin, sondern nur ein wenig Kleingeld, aber dennoch … schon wieder Pech gehabt. „Ich bin eben ein ausgemachter Pechvogel!“
Ein Mensch erledigt Hausarbeit. Er putzt die Fenster. Wirklich, man kann sich Schöneres vorstellen. Doch als die Arbeit beendet ist, schaut er durch die Fenster und freut sich über die blanken Scheiben. Er ist glücklich darüber, dass die Wohnung so gut aussieht. Der andere Mensch macht sich auch daran, die Fenster zu putzen. Grimmig holt er Wasser, Putzmittel und ein Trockentuch. „Schon wieder dieses grässliche Fensterputzen!“ Eher widerwillig erledigt er die Arbeit und als er sie beendet hat, bemerkt er immer noch Streifen. „Jetzt habe ich mir so viel Mühe gegeben und dennoch ist nichts Richtiges daraus geworden.“ Und er ist unglücklich, dass er immer noch auf die Streifen sehen muss.
Glück – kann man dafür veranlagt sein?
Kann das eigentlich sein? Die Neurobiologie und die Neurochemie haben das menschliche Gehirn schon sehr intensiv untersucht. Rein organisch sind alle menschlichen Gehirne gleich. Der Unterschied liegt aber in den Gedanken. Positive Gedanken aktivieren verschiedene Gehirnareale völlig anders als negative Gedanken. Auch die Botenstoffe, die Neurotransmitter, senden unterschiedliche Moleküle an die Rezeptoren der einzelnen Gehirnbereiche. Und genau das ist neurobiologisch der Unterschied zwischen Glück und Unglück, zwischen Glückskindern und Pechvögeln.
Die Menschen haben sehr viele Möglichkeiten ihr Glück – oder auch ihr Unglück – durch ihre alltäglichen Handlungen und Gedanken zu beeinflussen. Achten Sie doch einmal darauf, wie überdurchschnittlich glückliche Menschen handeln und denken.
Glück in der Forschung
Auch die „Glücksforschung“, die sich aber auch mit anderen Emotionen befasst, hat erkannt, welche Denk- und Verhaltensweisen sehr glückliche Menschen kennzeichnen:
- Glückliche Menschen sind gern, oft und lange Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden zusammen. Sie pflegen diese Beziehungen und genießen die daraus resultierenden positiven Erfahrungen.
- Für glückliche Menschen ist es nicht schwierig, Dankbarkeit für das, was sie haben, zum Ausdruck zu bringen.
- Glückliche Menschen sind hilfsbereit und bieten Freunden, Kollegen aber auch Fremden bereitwillig ihre Hilfe an.
- Glückliche Menschen sehen ihre Zukunft ganz bewusst wie durch eine rosarote Brille. Sie achten auf Positives und freuen sich darüber, nehmen Negatives zur Kenntnis, lassen sich davon aber nicht beeindrucken. Gibt es Probleme? Sicherlich. Aber auch für diese gibt es konstruktive Lösungen und wenn tatsächlich einmal ein Missgeschick passiert, dann geht auch nicht gleich die Welt unter.
- Glückliche Menschen genießen die Freuden des Lebens im Hier und Jetzt. Sie trauern nicht versäumten Chancen nach und machen sich keine unnötigen Sorgen über die Zukunft.
- Glückliche Menschen sind oft an der frischen Luft, in der Natur und treiben gern Sport. Sollten Sie ein Tennismatch verlieren: „Nächste Woche wird mein Aufschlag bestimmt besser sein.“ Niederlagen können sie leicht wegstecken. Es war doch nur ein Spiel.
- Glückliche Menschen verfolgen engagiert ihre Lebensziele, lassen sich durch widrige Umstände nicht aus der Bahn werfen.
- Auch glückliche Menschen erleben Stress, Krisen und sogar Tragödien. Auch glückliche Menschen leiden unter solchen Situationen, sie reagieren ebenso emotional. Doch ihre Ausgeglichenheit und Stärke lassen sie solche Erfahrungen leichter überwinden - und wieder für das Glück zugänglich sein.
Versuchen Sie doch bitte, diese Aufstellung für unglückliche Menschen anzufertigen. Wenn Sie diese Aufgabe bewältigt haben, wissen Sie genau, was Sie nicht tun dürfen, wenn Sie nicht ein Pechvogel sein wollen.
Glück321 09.10.2010, 20.09
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Kommentare zu diesem Beitrag
Das Glück
"Glück ist wie ein kleiner, lebhafter Hund, der mit dem Schwanz wedelt.
Glück kann aber auch sein, einen kleinen, traurigen Hund zu streicheln, so dass er anfängt, mit dem Schwanz zu wedeln!"
Willy Breinholst









Ich wünsche mir Glück im Dauer-Abo, genau wie eure tollen Beiträge :)
vom 12.10.2010, 22.32